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Variablen - Wieso braucht man die zum programmieren?

12.09.11 - Variablen werden in praktisch jedem Programm verwendet. Sie dienen dazu, Zahlen oder Text zwischenzuspeichern und solange aufzuheben, bis der Inhalt der Variablen wieder vom Programm benötigt wird.

Variablen können entweder Zahlen - mit denen bei Bedarf gerechnet werden kann - ODER Textstrings (übersetzt etwa "Textzeilen"), die durchaus auch Zahlen enthalten dürfen, mit denen aber eben nicht gerechnet werden kann, enthalten. R-Basic erkennt den Unterschied an der Art des Variablennamens. Wenn Sie einem Variablennamen ein Dollarzeichen anfügen, wird diese Variable nur Text speichern können.

Die Namen Ihrer Variablen dürfen Sie relativ frei wählen, solange sie nicht mit Namen kollidieren, die bereits in R-Basic vorhanden sind. Mit deutschsprachigen Namen sind sie automatisch auf der sicheren Seite, da die R-Basic-Kommandos englischsprachige Wörter verwenden. Ausserdem darf ein Name max. 32 Zeichen lang sein und muss mit einem Buchstaben beginnen. Weitere zulässige Zeichen sind die Ziffern 0 - 9, der Unterstrich _ und das Dollarzeichen $.

Mit dem Kommando DIM teilen Sie R-Basic mit, wie die Variablen heissen, die Sie in Ihrem Programm benutzen wollen. Nach einem Leerzeichen hinter dem Kommando fügen Sie einfach den Variablennamen an. Sie können auch mehrere Namen hintereinander schreiben, wenn Sie sie durch Kommas trennen. Sogar das Mischen von Zahlenvariablen und Textvariablen ist erlaubt. Programmierer sagen: "Die Variablen werden definiert.":

   DIM name$, zahl, alter, stadt$, durchmesser, x, y

Das DIM-Kommando sollte in einer der ersten Zeilen Ihres Programms stehen. So stellen Sie sicher, dass R-Basic die Variablen bereits kennt, bevor sie vom Programm das erste Mal benutzt werden. Und sie wissen, wo Sie suchen müssen, wenn sie weitere Variablen definieren wollen.

Richtig:

   DIM name$
   ...
   ...
   INPUT name$
Falsch:
   INPUT name$
   ...
   ...
   DIM name$

Sobald Sie versuchen, Ihr Programm zu starten, weist R-Basic Sie mit der Fehlermeldung "Unbekannter Bezeichner" darauf hin, wenn es die Variable noch nicht kennt.

Die definierten Zahlenvariablen enthalten zuerst immer den Wert Null, die Textvariablen einen leeren Textstring.
Programmierersprache: Textstring / Zeichenkette = einer oder mehrere Buchstaben, Zahlen oder andere Zeichen, die als Text behandelt werden.

Sie können Ihren Variablen andere Werte zuweisen. Zeichenketten müssen dabei in doppelten Anführungszeichen stehen:

   name$ = "fred"
   zahl = 31

Ein kurzes Beispiel

Wenn Sie ein kleines Programm schreiben wollen, das den Namen des Benutzers erfragt, brauchen Sie dafür mindestens drei Befehle.

Zuerst definieren Sie mit DIM eine Variable, welche sich die Eingabe des Benutzers merkt, bis sie weiterverwendet wird. Nennen Sie die Variable "name". Da Sie wissen, dass in der Variable Textzeichen gespeichert werden, hängen Sie ein Dollarzeichen als letztes Zeichen an:

   DIM name$

Ausserdem brauchen Sie den Befehl INPUT, der eine Benutzereingabe entgegennehmen kann. Damit sich Ihr Programm die Eingabe für die weitere Verarbeitung merken kann, schreibt INPUT die Eingabe in Ihre Variable "name$":

   INPUT name$

Zu guter Letzt brauchen Sie einen Befehl, der etwas mit der Eingabe des Benutzers anstellt, wie z.B. den Namen des Benutzers auf dem Bildschirm ausgeben:

   PRINT name$

Und so sieht's aus

Der Code im Editor

Ein dreizeiliges Programm, dass eine Texteingabe des Benutzers entgegennehmen kann und diese Eingabe anschließend auf dem Bildschirm ausgibt.

Das Ausgabefenster

Die Ausgabe auf dem Bildschirm sieht zwar nicht besonders spektakulär aus, zeigt aber gut, dass hinter dem Fragezeichen des INPUT-Befehls der Name "fred" eingegeben wurde und dass der PRINT-Befehl genau diesen Namen in der nächsten Zeile wieder ausgegeben hat. Und das alles dank Ihrer Variable "name$", in der INPUT die Eingabe gespeichert hat :-)
 

Anmerkungen

  • Keine Regel ohne Ausnahme: Normalerweise soll der DIM-Befehl als einer der ersten Befehle ganz oben im Programm stehen. Wenn Sie jedoch eine Library (eine Bibliothek z.B. mit zusätzlichen R-Basic-Kommandos) in ihr Programm einbinden, muss der dazugehörige Befehl INCLUDE vor dem DIM-Befehl stehen.
  • Für spezielle Anwendungsfälle gibt es weitere Variablentypen. Bei den Zahlenvariablen z.B. gibt es mehrere Typen mit unterschiedlichen Wertebereichen. Definiert werden diese Typen durch eine erweiterte Variante des DIM-Kommandos.
    Beispiel: DIM zahl AS INTEGER
  • R-Basic unterstützt auch Felder. In ihnen werden mehrere Variablen unter einem gemeinsamen Namen gespeichert. Beispiel: DIM zahlen(10)

Weiterführende Infos zu Variablen finden Sie z.B. in der Help-Datei von R-Basic.
 

© Bernd Mützel • Impressum
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