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Audio-Codecs

02.03.10 - Die von den CD-Rippern ausgelesenen Songs werden in einem zweiten Arbeitsschritt in einem (oder mehreren) der vielen verfügbaren Audioformate gespeichert.

Man kann drei Gruppen von Audioformaten unterscheiden:

  1. Verlustfreie Formate, unkomprimiert: WAV, AIFF.
  2. Verlustfreie Formate, komprimiert, wie z.B.: FLAC, Apple Lossless.
  3. Verlustbehaftete Formate, wie z.B.: MP3, AAC.

Verlustfrei bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Musikstück quasi bitgenau 1:1 von der CD gespeichert wird. Die komprimierten, verlustfreien Formate funktionieren ähnlich wie Dateipacker. Sie verkleinern zwar das Volumen, stellen das Original aber beim Entpacken wieder 1:1 her. Die Platzeinsparung liegt bei ca. 30 - 50%.

Die verlustbehafteten Formate dagegen rechnen (hoffentlich nur) die nicht hörbaren Anteile aus dem Musikstück heraus und verkleinern auf diese Weise die Datei. Auf Bildformate übertragen ist dies mit dem JPG-Format vergleichbar, genau wie dort ist das Original nicht wieder 1:1 herstellbar. Dem sehr guten verlustbehafteten Codec LAME-MP3 und dem AAC-Codec wird nachgesagt, bei optimaler Einstellung nicht vom Original unterscheidbare Audiodateien zu erzeugen. Die Platzeinsparung liegt bei ca. 75%.

Es gibt die Diskussion, ob es heutzutage überhaupt noch sinnvoll ist, Musik in verlustbehafteten Formaten zu speichern. Schließlich steht uns auf aktuellen Festplatten unglaublich viel Speicherplatz zur Verfügung. Doch solange die verlustfreien Formate nicht von allen Musikplayern wiedergegeben werden können, wird das MP3-Format (und zunehmend das AAC-Format) wohl noch lange als universellstes Format erhalten bleiben.

Es gilt also die grundsätzliche Entscheidung zu treffen, ob die Musik, bei (relativ) gleichwertiger Klangqualität,

  • sehr platzsparend, aber verlustbehaftet (z.B. MP3 oder AAC) gespeichert wird,
  • oder wenig bzw. nicht platzsparend, dafür aber in quasi identischer Qualität zum Ausgangsmaterial gespeichert wird.
  • oder Sie Ihre Songs gleich in beiden Formaten erzeugen und Sie damit eine verlustfreie Version für die spätere Bearbeitung in der Hinterhand haben.

Für MP3 und (immer mehr für) AAC spricht, dass dies universelle Audio-Formate sind, die mit so ziemlich jedem Gerät und Betriebssystem abgespielt werden können. Wobei MP3 wohl am Ende seiner Entwicklung angelangt ist und AAC sich (wahrscheinlich) immer weiter durchsetzt.

Die verlustfreien Formate sind nicht so leicht auf beliebigen Geräten nutzbar, es können aber jederzeit Kopien davon in MP3 oder AAC erstellt werden.

Aktuell handhabe ich das so, dass ich mit XLD gleichzeitig Dateien im FLAC-Format und im MP3-Format erzeuge.
 

MP3

Das MP3-Format (Wikipedia) hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und klingt mittlerweile tatsächlich so gut, wie es seit über einem Jahrzehnt gepriesen wird;-) LAME, eine freie Version des Encoders gilt als der am weitesten entwickelte und am besten klingende MP3-Encoder. Und MP3 ist universell - so ziemlich jeder Musik-Player und jedes aktuelle Betriebssystem kann mit dem Format umgehen. Sogar der aktuelle CD-Player Ihrer HiFi-Anlage kommt (mit hoher Wahrscheinlichkeit) damit zurecht. Allerdings holt AAC als universelles Format immer mehr auf.
 

AAC

Das AAC-Format (Wikipedia) besitzt gegenüber dem MP3-Format den moderneren Codec, der aktuellere wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und dementsprechend (theoretisch) einen noch natürlicheren Klang ermöglicht. Allerdings wird AAC noch nicht von so vielen Geräten unterstützt wie das MP3-Format. AAC ist jedoch das Apple-Standardformat und wird somit von jedem iPod, iPhone und iPad unterstützt.
 

FLAC

Das FLAC-Format (Wikipedia) muss man neben der Kompressionsrate nichts weiter einstellen. Der Vorgabewert 'fünf' hat sich allgemein bewährt. Aus diesen Dateien können Sie, ohne sich Klangeinbussen einzuhandeln, jederzeit Audiodateien in anderen Formaten erzeugen.
 

Weiterführende Links

 

HINWEIS: Ich habe diese Infos nach bestem Wissen zusammengetragen. Trotzdem kann ich nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren.

Für Hinweise auf Fehler in dieser Anleitung bin ich dankbar. Ich freue mich auch über weitere Tipps / Ergänzungen zum Thema.
 

 
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