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Der Mac als HiFi-Anlage08.03.11 - Ausgelöst durch das Digitalisieren meiner Schallplatten und der regelmässigen Musikkäufe im iTunes Store, höre ich Musik mittlerweile fast ausschließlich über den Computer - er ist zum selbstverständlichen Teil der HiFi-Anlage geworden. Logisch, dass auch die Inhalte meiner Audio-CDs auf dem Rechner gelandet sind und der CD-Player inzwischen verschenkt ist.
Mindestvoraussetzungen zum Musik hörenDa praktisch jeder Mac mit einem Audiochip oder einer Soundkarte ausgerüstet ist, genügen prinzipiell ein Paar gutklingende PC-Lautsprecher (Lautsprecher mit eingebautem Verstärker und Lautstärkeregler), die Sie an die Line Out-Buchse Ihres Mac anschliessen. Dann noch iTunes gestartet und los gehts.
Das iPhone, den iPod und das iPad können Sie genauso leicht an ein Paar PC-Lautsprecher anschließen.
Statt die Lautsprecher direkt mit dem Gerät zu verbinden, würde ich sie jedoch eher hinten an das Dock anstöpseln. Ein Verbindungskabel liegt den PC-Lautsprechern in der Regel bei. Sollte dies nicht der Fall sein, besorgen Sie sich eines im Elektromarkt. Das Kabel benötigt an beiden Enden einen 3,5 mm Klinkenstecker und sollte nur so lang wie nötig sein. Für ein abgeschirmtes Kabel von Hama zahlen Sie ca. 10 Euro. Wenn Sie statt der Aktivboxen lieber Ihren vorhandenen HiFi-Verstärker und die daran angeschlossenen Boxen verwenden wollen, brauchen Sie solch ein Verbindungskabel:
An einem Ende befindet sich ein 3,5 mm Klinkenstecker für die Line Out-Buchse des Mac. Am anderen Ende hängen zwei Cinch-Stecker, die am HiFi-Verstärker in die Buchsen gestöpselt werden, die z.B. mit "Aux" bezeichnet sind.
KlangverbesserungWenn Sie Gefallen daran gefunden haben, Ihre Musik über den Computer zu verwalten und abzuspielen, möchten Sie vielleicht die Klangqualität weiter verbessern. Treiber und Software. Kontrollieren Sie unter Mac OS X die Einstellungen des Line Out-Ausganges. Öffnen Sie dazu im Ordner 'Dienstprogramme' das Programm Audio-MIDI-Setup.
Im Bereich Audio-Ausgang sollte als Format '44100 Hz' und '2 Kanal - 16 Bit' ausgewählt sein, da Audio-CDs (und somit auch die ausgelesenen Audiodateien) in diesem Format vorliegen. Dadurch vermeiden Sie eine zusätzliche Umrechnung der Daten im D/A-Wandler (Digital/Analog-Wandler). Dieser Chip wandelt die digitalen Daten der Audiodatei in analoge Signale um, welche anschließend zum HiFi-Verstärker oder zu den Aktivlautsprechern geschickt werden. In iTunes sollte der Lautstärkeregler auf Maximum stehen, damit das Musiksignal bitgenau ausgegeben wird.
Externe D/A WandlerGenau genommen ist die Musikwiedergabe über die Audiochips / Soundkarte des Rechners nicht wirklich ideal, da die Treiber / Software des Betriebssystems und der Chip (der D/A-Wandler) nicht auf Klangqualität optimiert sind und teilweise reichlich am Musiksignal herumrechnen. Einen besseren Klang - in der Qualität guter und sehr guter CD-Player - bieten externen Geräte, die nicht mehr auf das bereits bearbeitete Signal des Line Out-Ausganges zugreifen, sondern über das Netzwerk oder den USB-Port angeschlossen werden und die die interne Signalverarbeitung des Rechners komplett umgehen.
Mittlerweile gibt es jedoch Geräte, die preislich Ok sind und die genau für diesen Zweck gebaut werden. Eines der interessantesten Geräte dürfte z.Z. der KingRex UD-01 USB DAC (ca. 190 EUR) sein. http://www.reson.de/.
Nachdem Sie den KingRex an einen freien USB-Port Ihres Macs angeschlossen haben, starten Sie das im Ordner Dienstprogramme befindliche Programm Audio-MIDI-Setup und wählen den Menüpunkt Dieses Gerät für die Tonausgabe verwenden aus. Treiber brauchen Sie keine zu installieren. In der Liste meldet sich das Gerät mit dem Namen des verbauten Digital/Analog-Wandlers Burr-Brown Japan PCM2702. Der Vorteil eines D/A Wandlers mit USB-Anschluss ist z.B., dass Sie Ihr gewohntes Programm zum Abspielen der Musik weiterverwenden können, weil keine spezielle Server-Software für das Netzwerk notwendig ist (iTunes bietet aber auch Netzwerkstreaming). Ausserdem werden alle Audioformate abgespielt, die das Player-Programm unterstützt, da die Software die Wandlung in das PCM-Format / 44.100 kHz übernimmt (Hinweis von B. Rietschel, Zeitschrift Audio). Auch die mit einem DRM (Kopierschutz / Abspielverhinderung) versehenden Songs werden problemlos abgespielt.
![]() Foto: Logitech Weitere Gimmicks sind der Internet-Radioempfang bei ausgeschaltetem Rechner, eine Uhr, die Weckfunktion, usw. Logitech verkauft unterschiedliche Varianten ihres Players, es gibt sogar ein Gerät mit eingebauten Lautsprechern. Wie immer, sind preislich nach oben keine Grenzen gesetzt, Sie können durchaus auch mehrere Tausend Euro für einen D/A-Wandler ausgeben. Die hier vorgestellten Geräten stellen aber einen guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar und sind klanglich über jeden Zweifel erhaben.
Audio-CodecsBevor die Musik bei uns aus den Lautsprechern strömt, hat sie bereits sehr viele Bearbeitungsschritte durchlaufen. Das fachliche Können des Tontechnikers und die Sorgfalt bei der weiteren Bearbeitung entscheiden darüber, wie wohlklingend sich das Endergebnis später anhört. Der gute oder schlechte Klang konservierter Musik - egal ob von Schallplatte, CD oder von Festplatte abgespielt - hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Als leicht nachvollziehbares Beispiel sei hier das letzte Glied in der langen Bearbeitungskette genannt - die klanglichen Unterschiede der Lautsprecherboxen, die auch von musikalischen Laien leicht herauszuhören sind. Während man schlecht klingende Lautsprecher einfach austauschen kann, sind Qualitätsverluste bei den vorhergegangenen Arbeitsschritten später nicht wieder auszugleichen. Deshalb lohnt es, sich ein paar Gedanken über die technischen Hintergründe und zu den verfügbaren Audio-Codecs zu machen, um Klangverschlechterungen möglichst zu vermeiden. Die erreichbare Klangqualität beim Speichern von Audiodateien hängt zum Einen von der vorhandenen Hardware ab, wie z.B. von der Qualität des Schallplatten-/CD-Laufwerks, der zwischengeschalteten Elektronik, der Qualität der LP-Pressung, usw. Zum Zweiten hängt die Klangqualität von der am Rechner verwendeten Software ab, welche die Musik z.B. von einer CD ausliest (rippt) und in ein anderes Audio-Format umrechnet (enkodieren). Hierbei entscheidet die grundsätzliche Qualität des gewählten Codecs und die ausgewählten Parameter des Codecs über die Klangqualität und über die Dateigröße.
LautsprecherboxenLautsprecherboxen sind hochkomplexe, präzise gefertigte elektromechanische Gebilde, die aus den ankommenden elektrischen Impulsen möglichst realistisch klingende Schallwellen erzeugen sollen. Meist sind mindestens zwei (oder mehr) unterschiedliche Lautsprecher pro Gehäuse, manchmal auch ein zusätzlicher Basslautsprecher in einem weiteren Gehäuse (Subwoofer) verbaut. Ausserdem werden elektronische Bauteile für Verstärker (bei aktiven Boxen) oder Frequenzweiche (bei passiven Boxen) benötigt, deren Qualität sich ebenfalls auf den Klang auswirken. Zu guter Letzt bedarf es erfahrener Elektroakustiker, die aus all diesen Einzelteilen gutklingende Boxen zaubern. Egal, ob Sie Ihre Musik direkt über den Rechner oder über einen zwischengeschalteten HiFi-Verstärker hören, durch schlechte Lautsprecher verschenken Sie einen erheblichen Teil des Musikerlebnisses. Entsorgen Sie also die billigen 19,90 EUR-Boxen und investieren Sie vielleicht 100,- EUR in ein paar neue Lautsprecherboxen. Akzeptable Boxen finden Sie mittlerweile sogar in der Computerabteilung im Geiz-ist-ungeil-Markt, oder bei Ihrem engagierten Mac-Händler (die Boxen funktionieren aber auch am PC;-)), beim HiFi-Händler oder über entsprechende Internet-Versandhändler.
Die hier abgebildeten Aktivboxen klingen bereits wie richtige HiFi-Boxen - der Subwoofer darf auch unter dem Tisch stehen.
Weiterführende Links
HINWEIS: Ich habe diese Infos nach bestem Wissen zusammengetragen. Trotzdem kann ich nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren. Für Hinweise auf Fehler in dieser Anleitung bin ich dankbar. Ich freue mich auch über weitere Tipps / Ergänzungen zum Thema.
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