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Der Rechner als HiFi-Anlage05.03.10 - Ausgelöst durch das Digitalisieren meiner Schallplatten und der regelmässigen Musikkäufe im iTunes Store, höre ich Musik mittlerweile fast auschließlich über den Computer - er ist zum selbstverständlichen Teil der HiFi-Anlage geworden. Logisch, dass auch die Inhalte meiner Audio-CDs auf dem Rechner gelandet sind und der CD-Player inzwischen Staub ansetzt.MindestvoraussetzungSeitdem praktisch jeder Rechner mit einem Onboard-Audiochip oder einer Soundkarte ausgerüstet ist, genügen prinzipiell bereits ein Paar gutklingende Aktivlautsprecher (Lautsprecher mit eingebautem Verstärker), die Sie an die Line Out-Buchse Ihres Rechners anschliessen, um über den Rechner Musik hören zu können.Wollen Sie statt der Aktivboxen lieber Ihren vorhandenen HiFi-Verstärker mit den daran angeschlossenen Boxen verwenden, brauchen Sie dafür nur ein analoges Verbindungskabel. ![]() An dem einen Ende befindet sich ein 3,5 mm Klinkenstecker für die Line Out-Buchse des Rechners. Am anderen Ende hängen zwei Cinch-Stecker, die am HiFi-Verstärker in die Buchsen gestöpselt werden, die z.B. mit "Aux" bezeichnet sind.
LautsprecherboxenLautsprecherboxen sind hochkomplexe Gebilde, die aus den ankommenden elektrischen Impulsen möglichst realistisch klingende Schallwellen erzeugen sollen. Sie enthalten präzise gefertigte Elektromechanik. Meist sind dies mindestens zwei (oder mehr) unterschiedliche Lautsprecher pro Gehäuse, manchmal auch ein zusätzlicher Basslautsprecher in einem weiteren Gehäuse (Subwoofer). Ausserdem werden elektronische Bauteile für Verstärker oder Frequenzweiche benötigt, deren Qualität sich ebenfalls auf den Klang auswirken. Zu guter Letzt bedarf es erfahrener Elektroakustiker, die aus all diesen Einzelteilen gutklingende Boxen zaubern.Egal, ob Sie Ihre Musik direkt über den Rechner oder über einen zwischengeschalteten HiFi-Verstärker hören, durch schlechte Lautsprecher verschenken Sie einen erheblichen Teil des Musikerlebnisses. Entsorgen Sie also die billigen 19,90 EUR-Boxen und kaufen Sie Boxen für mindestens 100,- EUR pro Paar. Solche Aktivboxen finden Sie mittlerweile auch im Geiz-ist-ungeil-Markt, bei Ihrem engagierten Mac-Händler (die Boxen funktionieren aber auch am PC;-)), beim HiFi-Händler oder über entsprechende Internet-Versandhändler.
Die hier abgebildeten Aktivboxen klingen bereits wie richtige HiFi-Boxen - der Subwoofer darf auch unter dem Tisch stehen.
OptimierungWenn Sie Gefallen daran gefunden haben, Ihre Musik über den Computer zu verwalten und abzuspielen, möchten Sie vielleicht die Klangqualität weiter verbessern.Treiber und Software. Kontrollieren Sie unter Mac OS X die Einstellungen des Line Out-Ausganges. Öffnen Sie dazu im Ordner 'Dienstprogramme' das Programm Audio-MIDI-Setup.
Im Bereich Audio-Ausgang sollte als Format '44100 Hz' und '2 Kanal - 16 Bit' ausgewählt sein, da Audio-CDs (und somit auch die ausgelesenen Audiodateien) in diesem Format vorliegen. Dadurch vermeiden Sie eine zusätzliche Umrechnung der Daten im D/A-Wandler (Digital/Analog-Wandler). Dieser Chip wandelt die digitalen Daten der Audiodatei in analoge Signale um, welche anschließend zum HiFi-Verstärker oder zu den Aktivlautsprechern geschickt werden. Unter Windows sollte ein ASIO-Treiber installiert sein.
Externe D/A WandlerGenau genommen ist die Musikwiedergabe über die Audiochips / Soundkarte des Rechners nicht wirklich ideal, da die Treiber / Software des Betriebssystems (hauptsächlich Windows) und die Chips (der D/A-Wandler) nicht auf Klangqualität optimiert sind und teilweise reichlich am Musiksignal herumrechnen.Einen wesentlich besseren Klang - in der Qualität guter CD-Player - bieten externen Geräte, die nicht mehr auf das bereits bearbeitete Signal des Line Out-Ausganges zugreifen, sondern über das Netzwerk oder den USB-Port angeschlossen werden und die die interne Signalverarbeitung des Rechners komplett umgehen.
Mittlerweile gibt es jedoch Geräte, die preislich Ok sind und die genau für diesen Zweck gebaut werden. Eines der interessantesten Geräte dürfte z.Z. der KingRex UD-01 USB DAC (ca. 190 EUR) sein. http://www.reson.de/.
Nachdem Sie den KingRex an einen freien USB-Port Ihres Macs angeschlossen haben, starten Sie das im Ordner Dienstprogramme befindliche Programm Audio-MIDI-Setup und wählen den Menüpunkt Dieses Gerät für die Tonausgabe verwenden aus. Treiber brauchen Sie keine zu installieren. In der Liste meldet sich das Gerät mit dem Namen des verbauten Digital/Analog-Wandlers Burr-Brown Japan PCM2702. Der Vorteil eines D/A Wandlers mit USB-Anschluss ist z.B., dass Sie Ihr gewohntes Programm zum Abspielen der Musik weiterverwenden können, weil keine spezielle Server-Software für das Netzwerk notwendig ist (iTunes bietet aber auch Netzwerkstreaming). Ausserdem werden alle Audioformate abgespielt, die das Player-Programm unterstützt, da die Software die Wandlung in das PCM-Format / 44.100 kHz übernimmt (Hinweis von B. Rietschel, Zeitschrift Audio). Auch die mit einem DRM (Kopierschutz / Abspielverhinderung) versehenden Songs werden problemlos abgespielt.
![]() Foto: Logitech Weitere Gimmicks sind der Internet-Radioempfang bei ausgeschaltetem Rechner, eine Uhr, die Weckfunktion, usw. Logitech verkauft unterschiedliche Varianten ihres Players, es gibt sogar ein Gerät mit eingebauten Lautsprechern. Wie immer, sind preislich nach oben keine Grenzen gesetzt, Sie können durchaus auch mehrere Tausend Euro für einen D/A-Wandler ausgeben. Die hier vorgestellten Geräten stellen aber einen guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar und sind klanglich über jeden Zweifel erhaben.
Audio-CodecsBevor die Musik bei uns aus den Lautsprechern strömt, hat sie bereits sehr viele Bearbeitungsschritte durchlaufen. Das fachliche Können des Tontechnikers und die Sorgfalt bei der weiteren Bearbeitung entscheiden darüber, wie wohlklingend sich das Endergebnis später anhört. Der gute oder schlechte Klang konservierter Musik - egal ob von Schallplatte, CD oder von Festplatte abgespielt - hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Als leicht nachvollziehbares Beispiel sei hier das letzte Glied in der langen Bearbeitungskette genannt - die klanglichen Unterschiede der Lautsprecherboxen, die auch von musikalischen Laien leicht herauszuhören sind. Während man schlecht klingende Lautsprecher einfach austauschen kann, sind Qualitätsverluste bei den vorhergegangenen Arbeitsschritten später nicht wieder auszugleichen. Deshalb lohnt es, sich ein paar Gedanken über die technischen Hintergründe und zu den verfügbaren Audio-Codecs zu machen, um Klangverschlechterungen möglichst zu vermeiden. Die erreichbare Klangqualität beim Speichern von Audiodateien hängt zum Einen von der vorhandenen Hardware ab, wie z.B. von der Qualität des Schallplatten-/CD-Laufwerks, der zwischengeschalteten Elektronik, der Qualität der LP-Pressung, usw. Zum Zweiten hängt die Klangqualität von der am Rechner verwendeten Software ab, welche die Musik z.B. von einer CD ausliest (rippt) und in ein anderes Audio-Format umrechnet (enkodieren). Hierbei entscheidet die grundsätzliche Qualität des gewählten Codecs und die ausgewählten Parameter des Codecs über die Klangqualität und über die Dateigröße.
Weiterführende Links
Die Macher der deutschsprachigen HiFi-Zeitschriften waren so stark mit dem eigentlich in die Video-Sparte gehörenden Surround-Trend beschäftigt, dass sie das Thema Computer und HiFi so ziemlich als Letzte für sich und ihre Leser entdeckt haben.
Wenn Sie jetzt so richtig Lust auf das Thema Computer und HiFi bekommen haben, werfen Sie doch einmal einen Blick in diese Foren:
HINWEIS: Ich habe diese Infos nach bestem Wissen zusammengetragen. Trotzdem kann ich nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren. Für Hinweise auf Fehler in dieser Anleitung bin ich dankbar. Ich freue mich auch über weitere Tipps / Ergänzungen zum Thema.
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