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Variablen - Wieso braucht man die zum Programmieren?

Variablen werden in praktisch jedem Programm verwendet. Sie dienen dazu, Zahlen oder Text zwischen zu speichern und solange aufzuheben, bis der Inhalt der Variablen wieder vom Programm benötigt wird.

Variablen können entweder Zahlen - mit denen bei Bedarf gerechnet werden kann - ODER Textstrings (übersetzt etwa "Textzeilen"), die durchaus auch Zahlen enthalten dürfen, mit denen aber eben nicht gerechnet werden kann, enthalten. R-Basic erkennt den Unterschied an der Art des Variablennamens. Wenn Sie einem Variablennamen ein Dollarzeichen anfügen, wird diese Variable nur Text speichern können.

Die Namen Ihrer Variablen dürfen Sie relativ frei wählen, solange sie nicht mit Namen kollidieren, die bereits in R-Basic vorhanden sind. Mit deutschsprachigen Namen sind sie automatisch auf der sicheren Seite, da die R-Basic-Kommandos englischsprachige Wörter verwenden. Ausserdem darf ein Name max. 32 Zeichen lang sein u. muss mit einem Buchstaben beginnen. Weitere zulässige Zeichen sind die Ziffern 0 - 9, der Unterstrich _ u. das Dollarzeichen $.

Mit dem Kommando DIM teilen Sie R-Basic mit, wie die Variablen heissen, die Sie in Ihrem Programm benutzen wollen. Nach einem Leerzeichen hinter dem Kommando fügen Sie einfach den Variablennamen an. Sie können auch mehrere Namen hintereinander schreiben, wenn Sie sie durch Kommas trennen. Sogar das Mischen von Zahlenvariablen und Textvariablen ist erlaubt. Programmierer sagen: "Die Variablen werden definiert.":

   DIM name$, zahl, ALTER, stadt$, durchmesser, x, y

Das DIM-Kommando muss in Unterprogrammen an oberster Stelle Ihres Programmcodes stehen. So stellen Sie sicher, dass R-Basic die Variablen bereits kennt, bevor sie vom Programm das erste Mal benutzt werden.

Die Variablen gelten nur innerhalb des Unterprogramms. Es dürfen also Variablen gleichen Namens in anderen Unterprogrammen vorkommen, ohne das sie sich gegenseitig ins Gehege kommen.

Alternativ lassen sich Variablen auch auf der Seite "DIM & DATA" Ihres R-Basic-Dokuments unterbringen. Die Variablen gelten dann global im ganzen Programm. Der Inhalt einer Variable mit Namen "stadt$" ist also überall im Programm gleich und kann überall im Programm geändert werden.

Richtig:

   DIM name$
   PRINT name$
Falsch:
   PRINT name$
   DIM name$

Sobald Sie versuchen, Ihr Programm zu starten, weist R-Basic Sie mit der Fehlermeldung "Unbekannter Bezeichner" darauf hin, wenn es die Variable noch nicht kennt.

Die definierten Zahlenvariablen enthalten zuerst immer den Wert Null, die Textvariablen einen leeren Textstring.
Programmiersprache: Textstring / Zeichenkette = einer oder mehrere Buchstaben, Zahlen oder andere Zeichen, die als Text behandelt werden.

Sie weisen Ihren Variablen andere Werte zu, indem Sie den Namen der Variable und ein Gleichheitszeichen schreiben und dahinter den neuen Wert.

   name$ = "fred"
   zahl = 31

Zeichenketten müssen dabei in doppelten Anführungszeichen stehen.

Anmerkungen

  • Keine Regel ohne Ausnahme: Normalerweise soll der DIM-Befehl an oberster Stelle im Unterprogramm stehen. Wenn Sie jedoch eine Library (eine Bibliothek z.B. mit zusätzlichen R-Basic-Kommandos) in ihr Programm einbinden, muss der dazugehörige Befehl INCLUDE vor dem DIM-Befehl stehen.

  • Für spezielle Anwendungsfälle gibt es weitere Variablentypen. Bei den Zahlenvariablen z.B. gibt es mehrere Typen mit unterschiedlichen Wertebereichen. Definiert werden diese Typen durch eine erweiterte Variante des DIM-Kommandos.
    Beispiel: DIM zahl AS INTEGER

  • R-Basic unterstützt auch Felder. In ihnen werden mehrere Variablen unter einem gemeinsamen Namen gespeichert. Beispiel: DIM zahlen(10)

Weiterführende Infos zum Thema finden Sie in der R-Basic Hilfe und im R-Basic Handbuch Teil 1.

© Bernd Mützel Aktualisiert 21.04.2015 Impressum Zum Seitenanfang