Notizen eines Organisators nach dem Besuch eines Konzerts in der
Philharmonie

Der Paukist und der Triangelspieler sind unterausgelastet, die
meiste Zeit stehen sie unttig im Hintergrund des Orchesters
herum. Die Aufgaben sollten zusammengefat und eine Stelle
eingespart werden.

Auch die Stelle des Dirigenten ist entbehrlich: Er gibt lediglich
das Zeichen zum Start und wedelt danach nur noch sinnlos mit den
Armen in der Luft herum. Um einen gemeinsamen Beginn aller Musiker
zu gewhrleisten, knnte das Startzeichen genausogut durch einen
Saaldiener oder Einspielung des Zeitzeichens der Telekom gegeben
werden.

Von den zwlf Geigern spielen elf stets die gleiche Melodie. Diese
Doppelarbeit ist entbehrlich; sollte eine grere Lautstrke
gewnscht werden, kann dies auch durch Zuhilfenahme technischer
Einrichtungen (Verstrker) erfolgen. Damit kann die Geigengruppe
auf zwei Spieler reduziert werden, die sich hinsichtlich der Soli
auch abwechseln knnen und damit die bei der ersten Geige
auftretenden Belastungsspitzen abbauen.

Das gesamte Konzert ist berfrachtet von zahlreichen
Wiederholungen. Es macht keinen Sinn, wenn sich die Hrner mit
einem Thema beschftigen, das gerade von den Geigen abgearbeitet
wurde. Eine diesbezglich bereinigte Partitur wrde das Konzert um
mindestens 50% krzen, damit wre die Pause entbehrlich und das
Buffet-Personal knnte eingespart werden.

Man sollte smtliche in der Philharmonie zur Auffhrung
gelangenden Konzerte unter diesem Aspekt prfen. So knnten
vermutlich mehrere Konzerte an einem Abend zur Auffhrung
gelangen, wodurch die Belastung des Saales erheblich reduziert
wrde. In den damit freiwerdenden Zeiten liee sich die
Philharmonie fr andere Zwecke nutzen, z.B. Vermietung fr
Betriebsfeste, Durchfhrung anderer Veranstaltungen oder
Plenarsitzungen des Bundestages whrend der Umbauten im
Reichstagsgebude.
